Ich bin ja grundsätzlich kein Fan von Fertiggerichten. Ich koche sehr gern – ihr findet hier ja auch immer wieder Rezepte von mir (Rezepte durchsuchen). Was also tun, wenn man weiß dass eine Zeit auf einen zukommt in der niemand in der Familie Zeit und Muße hat gesund zu kochen? Das Wochenbett mit Neugeborenem und Kleinkind ist definitiv so eine Zeit – und auf die kann man sich dank der praktischen Erfindung des Tiefkühlers auch ohne Knorr und Maggi prima vorbereiten.

Ich verlinke und erkläre euch heute 10 Gerichte die man prima im Voraus kochen und einfrieren kann, damit man wenn’s rund geht nur noch den Ofen oder die Mikrowelle anschmeißen muss. Los geht’s!

1. Lasagne

Lasagne kann man prima aufwärmen.

Lasagne fällt wahrscheinlich nicht nur mir als erstes ein… Aber hier kommt einfach so viel gutes zusammen: Sie schmeckt am besten wenn die Sauce direkt in großer Portion gekocht wurde; sie sollte gut durchziehen können; sie ist mit Käse überbacken. Alles Pluspunkte! Und tatsächlich ist es auch gar nicht so schwierig – allerdings etwas zeitaufwendig.

Ich koche Lasagne ohne Rezept – weil ich es schon 100.000 Mal gemacht habe. Aber hier findet ihr ein sehr gutes. Ich würde dem Rezept von Kitchenstories noch Mozzarella zum Überbacken hinzufügen (ich kann aber auch nie genug Käse haben) und ich gebe immer noch ca. 1 EL Balsamico an die Bolognesesauce, sowie eine Messerspitze Zimt. (Ja, ihr habt richtig gelesen – Zimt. Achtung: Wirklich nur eine Messerspitze.)

Für das gute Gewissen kann man natürlich auch mehr Gemüse in die Sauce schnippeln. Es sollte nur darauf geachtet werden das Gemüse wirklich fein zu würfeln. Bei mir ist immer Staudensellerie und Karotte mit drin.

2. Taco Mix / Wraps

Das praktische an dieser Form des „Meal Prep“ ist, dass man die Mahlzeit vorher gar nicht wirklich kocht. Alles was in den Tacho / Wrap soll, wird gewürfelt und gewürzt und dann wie bei einer Frosta-Packung in einen großen Zip-Lock Beutel gegeben. Wer also im Sommer schwanger ist und keine Lust hat im Mutterschutz am brutzelnden Herd zu stehen – der fragt seine/n Partner*in oder macht solche Stir-Fry Päckchen für das Wochenbett fertig. Der Inhalt muss dann nur in der Pfanne mit Olivenöl und 150ml Wasser gegart werden, Wraps auf den Tisch stellen und fertig. (Wraps halten sich auch ewig, die kann man also auch im Voraus kaufen.)

Hier ein Mix für leckere Hawaiian Chicken Tacos:

  • 400-500g Hähnchenbrustfilet (gewürfelt)
  • 1 Dose Ananas in Würfeln, abgetropft
  • 1 Jalapeño / Chilischote ohne Kerne, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel, fein gehackt
  • je ein Teelöffel Cumin, Salz und Paprikapulver (rosenscharf)
  • je ein Esslöffel Senf und Sriracha Sauce
  • ein Spritzer Zitronensaft

Natürlich sind auch diverse andere Taco und Wraps Mischungen möglich. Mit frischem Koriander, etwas Limette oder Sour Cream wird es sogar richtig fancy ohne Aufwand.

3. Ofengemüse (mit oder ohne Fleischbeilage)

Kürbis als Ofengemüse.

Das Ofengemüse funktioniert nach einem ganz ähnlichen Prinzip wie die Wraps, aber ist noch simpler. Allerdings braucht man eine große Auflaufform mit Deckel – so wie diese – damit man wirklich nur den Deckel abnehmen und das Essen in den Ofen stellen muss. Wer stillt wird viel Hunger haben und sollte auch Essen – damit man im Wochenbett nicht nur zu Snacks greift kann man sich genug Gemüse vorbereiten.

Das Gemüse wird einfach nur geputzt und in gleichmäßige Stücke geschnitten, damit der Garpunkt ähnlich ist und nichts matschig wird. Danach in einer großen Salatschüssel alles mischen und würzen – ich nutze dafür neben Olivenöl, Salz und Pfeffer auch gern Oregano oder Rosmarin, Knoblauch, Ingwer und / oder Koriander, Chili und Paprikapulver.

Folgende Gemüsekombinationen schmecken mir besonders gut:

  • Drillinge (kleine Kartoffeln), Möhren, Zucchini
  • Aubergine, Zucchini, (rote) Paprika (ggfs. eine Dose gehackte Tomaten dazu)
  • Süßkartoffel, Paprika, Brokkoli
  • Kürbisschnitze, rote Zwiebel, Zucchini und Walnüsse (letztere nicht mit einfrieren und erst kurz vor Schluss auf das Blech werfen)

Wer dazu noch eine Proteinbeilage möchte kann Hähnchenbrustfilet, Hähnchenunterschenkel oder Frikadellen / Fleischbällchen gewürzt aber roh direkt mit einfrieren und im Ofen mit dem Gemüse zusammen garen.

4. Curry

Curry schmeckt gut und ist schnell aufgetaut.

Auch Curries schmecken immer dann am Besten, wenn sie ordentlich durchgezogen sind. Zum Glück kann man sie auch prima einfrieren. Es gibt Leute die frieren den Reis direkt mit ein – davon rate ich allerdings ab. Einen Topf Wasser mit Reis und Salz zum Kochen zu bringen schafft man auch in kürzester Zeit frisch. Gesund und bunt; und gute Kohlehydrate unterstützen Dich im Wochenbett und beim Stillen.

Die Welt der Curries ist bunt und groß – ich koche meist frei Schnauze. In der folgenden Liste findet ihr 3 Curry Versionen die mir besonders gut schmecken:

5. Chili con (oder sin) Carne

Es wiederholt sich ein bisschen, oder? Aber so ist das halt mit Rezepten die man gut einfrieren kann: Am besten mit Sauce und überhaupt alles in einem Topf. So geht das natürlich auch mit dem Chili con Care. Oder sin – je nachdem was ihr bevorzugt. Zum Glück wissen wir ja mittlerweile dass die Geschichte mit den blähenden Lebensmitteln beim Stillen Quatsch ist – da kann man also auch Böhnchen essen.

Folgendes ist bei mir im Chili con Carne drin, in dieser Reihenfolge geht es auch in den Topf:

  • 1 EL Tomatenmark (anbraten in Olivenöl)
  • 2-3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, gehackt
  • 500g gutes Rinderhackfleisch (oder Sojahack oder gemischt), gut anbraten
  • 400ml Rinderfonds nach und nach zum ablöschen (während des Anbratens)
  • 1-2 rote Paprika, gewürfelt
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • ggfs. 1 Dose Chilibohnen
  • 1 Dose Mais
  • 400g / 1 Brick passierte Tomaten
  • 400g / 1 Dose gehackte Tomaten
  • 1/2 TL Cayenne Pfeffer (gemahlen)
  • 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1/2 TL Koriander (gemahlen)
  • 1/2 TL Ingwer (gemahlen)
  • 2 EL Paprikapulver (süß oder scharf, nach Geschmack)
  • 1/2 TL Chilipulver (oder Flocken)
  • 1 Prise Zimt
  • etwas Salz & Pfeffer nach Geschmack

Wenn alles drin ist, gut und gern ne Stunde auf niedriger Stufe und mit Deckel ganz leicht köcheln lassen und ab und zu rühren. Abkühlen lassen und einfrieren.

Servieren kann man das ganze dann einfach so oder mit frischem Brot. Richtiges „Comfort food“ – genau sowas kann man im Wochenbett gebrauchen.

Was kocht ihr für das Wochenbett?

Wer sich auf Wochenbett vorbereitet isst lecker!
V

Das waren meine Top 5 Gerichte die man prima vorbereiten und im Tiefkühler aufbewahren kann. Habt ihr noch Tipps und Ideen, was dazu könnte? Was wollt ihr denn gern im Wochenbett essen? Oder kocht ihr trotz Stress und Müdigkeit immer frisch? Ich freu mich auf eure Kommentare!


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Author

36. Mama vom Mausebär. Weltenbummler, fest verankert in und um Köln. Crossfitter und Eishockeyspielerin. Ernährungs-Besserwisser.

4 Comments

  1. Liebe Katharina,
    wir hatten das Glück während der ersten Wochen mit Baby größtenteils von meiner Mutter bekocht zu werden – eine großartige Unterstützung.
    Die Idee, vorzukochen und einzufrieren, ist jedoch auch prima – auch für den Alltag mit Kind toll, denn auch da ist hin und wieder nicht viel Zeit für aufwendige Gerichte.
    Das Rezept für die Lasagne werde ich mal probieren, fleischfrei.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

  2. Liebe Katharina,
    Ich liebe Wraps – die gibt es bei mir aber immer frisch. Tomate, Gurke und Salat schnippeln braucht ja nicht so viel Zeit, wenn man keine riesige Portion zubereitet. Dazu gibt es dann lecker frische Guacamole, das liebe ich. Lasagne habe ich ewig nicht mehr selbst gemacht, das wäre mal wieder an der Zeit. Und dass man Curry einfrieren kann – das wusste ich bisher nicht, auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen.
    Liebe Grüße von Miriam von Nordkap nach Südkap
    Miriam kürzlich veröffentlicht…Die schönsten Schnorchel-Spots auf Kreta – mit KarteMy Profile

  3. Mmmmmhhh auf Lasagne hätte ich auch mal wieder Appetit! Wir bereiten die auch immer in großer Menge zu, aber eingefroren haben wir sie noch nie, denn die Reste werden immer gleich am nächsten Tag verspeist! Essen für die Zeit vorzukochen finde ich eine gute Idee! Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das damals geregelt hatte!

    Liebe Grüße
    Jana

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