Plastikfrei als Familie – geht denn das? Und sollten wir plastikfrei sein? Was bedeutet das überhaupt, plastikfrei? …Seit wir Kinder haben, ist uns bewusst geworden, wie viel Müll unsere Familie produziert. Vor allem Plastik gehört hierzu leider immer noch zu den Hauptverursachern. Ob es nun die Verpackung von Lebensmitteln ist, Hygieneartikel oder Spielzeug – überall findet man Plastik. Dabei ist es gar nicht so schwer auf dieses zu verzichten und stattdessen umweltfreundlichere Alternativen zu nutzen. In unserem Blogartikel zeigen wir dir, warum du auf Plastik verzichten solltest und welche alternativen Produkte es gibt.

Warum wir auf Plastik verzichten sollten

Plastikfrei leben als Familie.

Einige Leute sagen, dass es nicht so einfach ist, auf Plastik zu verzichten, weil es überall ist. Ja, das stimmt. Plastik ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Aber das ist auch einer der Gründe, warum wir versuchen sollten, auf Plastik zu meiden. Wenn wir weiterhin so viel Plastik produzieren und verbrauchen, wird die Erde damit irgendwann überfordert sein. Schon jetzt gibt es im Meer so viel Plastikmüll, dass sich ein riesiger Müllberg bildet, der sogenannte Great Pacific Garbage Patch. Dieser Haufen Müll im Meer ist bereits jetzt größer als die Fläche von Deutschland. (Ja, das hast Du richtig gelesen.) Wenn wir nicht bald etwas unternehmen, wird er noch größer. Und warum? Weil wir als Menschheit wirklich glauben, ein aus Öl hergestellter Plastiklöffel den wir von China bis nach Europa gekarrt haben, sei praktischer als einer aus Edelstahl. Dabei ist Plastikmüll nicht nur ein Problem für die Umwelt, sondern auch für uns Menschen. Wenn wir zu viel Plastik verbrennen, gelangen giftige Stoffe in die Luft, die wir einatmen. Auch im Meer gelangen giftige Stoffe in die Nahrungskette und schließlich auch zu uns Menschen. Es gibt also viele gute Gründe, auf Plastik zu verzichten. Und jeder kann etwas tun! Zum Beispiel indem man beim Einkaufen auf Mehrwegverpackungen und Produkte ohne Verpackung aus Plastik achtet. Insbesondere bei Hygieneartikeln lohnt sich der Blick auf die Verpackung: Microplastik in Shampoo ist unnötig und kann vermieden werden. Auch im Haushalt gibt es viele Möglichkeiten, plastikfrei zu leben. Statt Plastikfolie kann man beispielsweise Bienenwachstücher verwenden. Oder statt Kunststoff- lieber Glas- oder Metallbehälter nutzen. Plastikfrei zu leben ist also gar nicht so schwer! Versuch doch einfach mal, in den nächsten Tagen etwas plastikfreier zu leben – du wirst sehen: Es lohnt sich!

Wie wir Plastik reduzieren

In unserer Familie versuchen wir, so viel wie möglich auf Plastik zu verzichten. Dies bedeutet, dass wir bewusst einkaufen und auf die Verpackung achten. Wir kaufen beispielsweise Lebensmittel in Glas- oder Metallbehältern und meiden Produkte in Plastikverpackungen. Auch beim Kauf von Kleidung achten wir darauf, dass möglichst wenig Kunststoff verarbeitet wurde. Oft kaufen wir Kleidung auch second hand. Dadurch ist weniger von übrigen, austauschbaren Chemikalien im Kleidungsstück und das enthaltene Plastik landet nicht so schnell auf der Müllkippe, wo es Ewigkeiten überdauert. Das reduziert zwar nicht unbedingt unseren Gesamtplastikverbrauch, aber es hilft uns, bewusster mit Plastik umzugehen. Wir versuchen, so viel wie möglich selbst zu machen und zu reparieren, anstatt immer neue Produkte zu kaufen. Auch das Recycling von Plastik spielt in unserer Familie eine große Rolle. Ich denke, dass es sich lohnt, bewusster mit Plastik umzugehen und unseren Verbrauch zu reduzieren. Denn jeder kleine Schritt hilft dabei, unsere Umwelt ein bisschen besser zu schützen.

3 Tipps für den erfolgreichen Start in ein plastikfreies Leben

Plastikfrei leben als Familie.

1. Fang klein an – ein bisschen plastikfrei

Es ist nicht nötig, gleich alles auf einmal umzustellen. Fang stattdessen mit ein paar kleinen Änderungen an und arbeite dich dann langsam weiter vor. Zum Beispiel kannst du anfangen, deinen Einkauf in einer plastikfreien Verpackung zu erledigen. Oder du kannst versuchen, weniger Wasser zu trinken, um die Anzahl der Plastikflaschen, die du verbrauchst, zu reduzieren. Vielleicht willst Du auch erstmal nur auf Einwegplastik verzichten – zum Beispiel keine Quetschies kaufen sondern diese mit Hilfe von wieder-befüllbaren Quetschbeuteln (aus Mehrwegplastik) selbst machen.

2. Finde Alternativen zu Plastik 

Es gibt viele Alternativen zu den Plastikprodukten, die wir normalerweise verwenden. Zum Beispiel kannst du statt Plastiktüten Papiertüten oder Stoffbeutel verwenden. Oder anstatt Wasser in Plastikflaschen zu trinken, kannst du auf Glasflaschen oder Boxen umsteigen. Denk einfach darüber nach, welche Produkte du normalerweise verwendest und ob es eine plastikfreie Alternative gibt. 

Gerade beim Kindergeburtstag wird es dann nochmal schwierig. Die Kinder wollen oft passende, thematische Teller und Becher haben – und auch die aus Papier sind mit Plastik überzogen. Die Papierstrohhalme lösen sich zu schnell auf. Die ganze Deko ein Plastikfest. Wir haben mittlerweile Strohhalme aus Edelstahl und verwenden normale Teller – die Becher konnte ich dem Kind noch nicht ausreden. Wir fangen klein an. Eine Bekannte hat einmal sehr einfache Gläser gekauft und mit einem Drechsel mit den Namen der Kinder versehen, das war dann gleich noch ein schönes Mitgebsel (die ja sonst auch gern aus Plastik sind). Das fand ich sehr schön, muss aber zugeben dass mir dafür Zeit und Muße (bisher?) fehlen.

3. Informier dich und bleib motiviert

Es ist wichtig, sich über die Auswirkungen von Plastik auf unsere Umwelt zu informieren und motiviert zu bleiben, wenn man versucht, seinen Verbrauch zu reduzieren. Lese Blogs über andere Familien, die ein plastikfreies Leben führen, oder schaue mir Dokumentationen an. Es gibt auch viele Facebook-Gruppen und -Seiten, die sich dem Thema widmen. Informiere mich über die positiven Auswirkungen meiner Bemühungen und lasse mich davon inspirieren! Ich habe auch dieses Buch hier gelesen. Als Einstieg ins Thema „plastikfrei als Familie“ auch ganz gut.

Unsere 5 plastikfreie Lieblingsprodukte, die uns beim Verzicht auf Plastik helfen

Plastikfrei leben als Familie.

Wasserflaschen für unterwegs

Der Klassiker. Für die Kinder hat man eigentlich immer eine Trinkflasche dabei, aber seltener für sich selbst… Warum? Ist doch super praktisch und man kann sie auch schnell erneut auffüllen. So spart man sich den Kauf kleiner Plastikflaschen wenn man unterwegs ist – das spart nicht nur Müll sondern auch Geld.

Wir haben mittlerweile eine ganze Reihe von guten und sehr dichten Trinkflaschen aus Edelstahl und Glas. Für die Kinder zum Beispiel diese von Carl Oscar und für uns die Emil Glasflaschen (die haben einen Schaumstoff Schutz dabei) und Soulbottles.

Lunchboxes aus Edelstahl

Zugegebenermaßen war ich am Anfang nicht so ein großer Fan von Edelstahl-Brotdosen. Sie sind oft schwerer als Plastik und sehen oft irgendwie „klinisch“ aus. Aber gut, das „klinische“ hat halt auch seine Vorteile: Verfärbt nicht, verändert den Geschmack nicht und ist super leicht zu reinigen.

Unsere Monbento Lunchboxes die ich schon viele Jahre habe und liebe bleiben uns weiterhin erhalten, aber ich kaufe keine Plastikboxen mehr. Die Kinder bekommen mit Schuleintritt dann auch Edelstahlboxen, in die KiTa müssen wir kein Frühstück mitgeben (zum Glück! Mentalload…).

Edelstahl-Becher für warmen Babybrei eignen sich übrigens auch prima für Overnight-Oats, das haben wir schon getestet. Diese niedlichen Teile bleiben uns also erhalten.

Vorratsdosen aus Glas

Sie sind zwar schwerer und daher für Kinder nicht so leicht zu bewegen (eg. zum Haferflocken eingießen) aber sie sind doch sehr viel schöner und haltbarer. Die Vorratsgläser aus Glas.

Mittlerweile haben wir diverse Vorräte wie Rosinen, Nüsse, Nudeln und Co in Glascontainern und beginnen auch die Schüsseln für Reste langsam auszutauschen. Die Vorräte haben meist Holz- oder Glasdeckel mit Clip. Bei den Resten für den Kühlschrank und den Tiefkühler bin ich noch nicht 100% von den Holzdeckeln überzeugt, ich vermute da wird die Feuchtigkeit stören. Allerdings wäre da eine Glas-Plastik-Kombi denkbar. Diese gibt es zum Beispiel in der 365 Grad Serie von Ikea, oder aber günstiger auch immer wieder mal beim blauen Discounter.

Die Gläser für Nüsse und Nudeln habe ich nach- und nach in Haushaltswaren-Discountern gekauft. Es gibt diese auch online (zum Beispiel hier) allerdings ist der Preis dort wesentlich höher.

Der gute alte Jutebeutel

Was soll ich hierzu noch groß sagen. Wir kennen ihn alle. Da man sowieso zu viele davon hat, lohnt es sich sie passend an verschiedenen Orten zu verstauen. Ich habe zum Beispiel immer einen im Wickelrucksack, einen im Kinderwagen und 2-3 Stück im Auto liegen. So komme ich nie in die Situation irgendwo eine Tüte kaufen zu müssen, das würde mich nämlich maßlos ärgern – entweder weil es ein weiterer Stoffbeutel wäre obwohl wir mehr als genug haben, oder weil es Plastik ist das im Müll landet.

Wer keinen Bock hat mit lauter ollen Werbebotschaften auf geschenkten Werbe-Beuteln rumzulaufen, findet bei Spreadshirt und Co. auch eine riesige Auswahl an schönen und lustigen Motiven. Ich habe auch welche, schaut doch mal in meinen Shop:

Plastikfrei leben mit Kindern - Tipps & Tricks
Kleine Auswahl aus meinem Shop…

Kaffeebecher „to-go“ aus Edelstahl

Dieser ist für mich wirklich nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, weil er plastikfrei ist. (Also fast, ein Teil im Deckel ist weiterhin Plastik.) Er ist dicht. Das Kind kann ihn nicht umschmeißen und bekommt keinen heißen Kaffee ab. Das Kind kriegt ihn nichtmal auf. Und er hält sehr, sehr lange warm. Egal ob 2 Windeln und 4 Anrufe dazwischen kommen, der Kaffee ist noch heiß wenn ich ihn trinken will.

Ich habe den Becher, so wie meine Wasserflasche, auch auf der Arbeit und auf Dienstreisen dabei. Egal ob am Flughafen oder im Café, bisher wurde er immer ohne zu murren gefüllt und auf einen Einwegbecher verzichtet. Wenigstens ein kleines Sternchen für das Gewissen, wenn man unterwegs 4,50€ für einen mäßigen Milchkaffee ausgibt…

Ich habe einige (viele!) to-go Kaffeebecher getestet. Die allermeisten waren nicht 100% dicht oder zu einfach zu öffnen. Es gibt nur einen den ich empfehlen kann, und der ist von Contigo und nicht günstig, aber sein Geld wert. Gibt es hier.

Plastikfrei: Ein Fazit

Ganz auf Plastik zu verzichten ist tatsächlich im Alltag, insbesondere mit Kindern, ziemlich schwierig. Es ist auch nicht immer die beste Lösung, vor allem wenn es um Plastik geht das schon in unserem Besitz ist. Hier gilt: Benutzen bis es kaputt ist, nicht austauschen nur des Plastiks wegen.

Nichts desto trotz: Unsere neue Taktik, ist weniger Plastik. Und das singen wir sogar:


Natürlich hast Du alle Freiheiten bei Verzierungen und Inhalt der Cookies ohne Butter. Es muss ja nicht immer ein Chocolate Chip Cookie sein. Bei uns landet zum Beispiel auch gern Kinderschokolade in den Cookies, Erdnüsse, weiße Schokolade und Macadamia Splitter, Rosinen oder auch Schokolinsen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Zutaten backfest sind. Das ist zB bei vielen Zuckerkügelchen und den handelsüblichen bunten Schokolinsen nicht der Fall. Damit also am Ende keine bunt-braune Matsche in den Keksen steckt in der Backwarenabteilung genau hinschauen. Auch Tiefkühlfrüchte oder saftige frische Früchte eignen sich nicht, da diese zu viel Wasser beinhalten und den Teig matschig werden lassen. Was aber top funktioniert sind gefriergetrocknete Beeren, wie sie im Müsli zu finden sind.

Dir haben diese Cookies ohne Butter gut geschmeckt? Dann schmeckt dir bestimmt noch mehr von dem, was ich hier zusammengebraut habe! Alle meine Rezepte findest Du hier!

Und weil man, wie bereits erwähnt, gar nicht genug Rezepte für Kekse ohne Butter oder auch mit Butter haben kann, freue ich mich natürlich wenn ihr mir einen Link oder Hinweis zu eurem Lieblingsrezept in den Kommentaren hinterlasst. Vielleicht kriegen wir ja eine ganze Keks-Rezept Sammlung zusammen, abseits der klassischen Weihnachtsplätzchen. Eine Sommer-Keks-Liste sozusagen.

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Author

36. Mama vom Mausebär. Weltenbummler, fest verankert in und um Köln. Crossfitter und Eishockeyspielerin. Ernährungs-Besserwisser.

2 Comments

  1. Was für ein toller und wertvoller Artikel! Ich habe vor ein paar Jahren auch mal über Plastik geschrieben und dabei meine Obstbeutelchen aus Stoff vorgestellt, die ich versuche, bei jedem Einkauf dabei zu haben! Genauso wie meinen Stoff- bzw. Jutebeutel oder meinen Korb, um ja keine Plastiktüte von unter der Kasse mitnehmen zu müssen! Auch sonst versuche darauf zu achten, möglichst wenig Plastik mit nach Hause zu schleppen! Das nimmt ja wirklich Überhand in den letzten Jahren! Da muss auf jeden Fall gehandelt werden! Und wenn man als Käufer anfängt!

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Ich finde das toll, dass ihr als Familie darauf achtet. Ich merke selbst immer wieder, wie schwer es ist. Vor allem beim Katzenfutter. Meine Katzen fressen leider nur das Nassfutter aus den Tütchen. Wenn es aus der Dose kommt, fressen sie es nicht. Obwohl es das gleiche Futter ist…
    Aber ich bin inzwischen auf eine Elektrische Zahnbürste und Bambuszahnbürsten umgestiegen, nutze kaum noch Wattepads, und auch sonst achte ich darauf, dass ich nicht zu viel Plastik kaufe.
    Finde es zwar noch immer unglaublich schwierig, aber wenn man sich etwas umschaut geht es schon. Zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten.

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