Title photo by Annie Spratt on Unsplash

Immer wieder wird es diskutiert: Das Betreuungsgeld – auch abwertend gern als Herdprämie bezeichnet. Es soll Eltern ermöglichen ihre Kinder unter 3 Jahren zu Hause zu betreuen, anstatt einen der heiß begehrten und leider viel zu wenigen Kindergartenplätze in Anspruch zu nehmen.

Ich persönlich bin dagegen.

Dabei habe ich keine Probleme mit „Stay-at-home“-Moms oder Vätern die Haushalt und Kindererziehung dem Berufsalltag vorziehen. Auch das ist ein wichtiger und nicht gerade kleiner Job. Dennoch würde ich Kinder in die Betreuung geben, auch wenn Mama oder Papa (kurz „Ma-Pa“) tagsüber zu Hause sind.

Kindergärten fördern soziale Kompetenzen

Der Kindergarten ist mehr als nur eine Möglichkeit die Kinder abzugeben und nicht selbst aufpassen zu müssen. Viel mehr ist es eine Institution die unseren Kindern Sozialkompetenzen, Empathie und Selbstwertgefühl mitgibt. Das Auseinandersetzen mit anderen Erwachsenen als der eigenen Familie sowie mit größeren Gruppen von Kindern fördert das Erlernen des sozialen Umgangs miteinander: Teilen, gemeinsame Entscheidungen treffen, warten bis man an der Reihe ist.

Auch die Mobilität und sprachlichen Fähigkeiten werden aufgrund des Ansporns durch ältere Kinder gefördert.

In der folgenden Infografik habe ich die 4 meiner Meinung nach wichtigsten Gründe kurz zusammengefasst.

Infografik mit 4 guten Gründen für den Besuch eines Kindergartens.
4 gute Gründe die Du gern auf Pinterest teilen darfst…

Es muss nicht die U1-Betreuung sein

Sicherlich müssen wir nicht alle unsere Kinder schon vor dem 1. Geburtstag in eine Kindertageseinrichtung geben. Allerdings kann eine frühzeitige Betreuung vor dem 3. Lebensjahr selbst aus rein strategischer Sicht sinnvoll sein: Das Kindergartenjahr beginnt (in NRW) immer im August – Kinder die mit 1 oder 2 Jahren einen Platz ab August haben, werden auch im klassischen Kindergartenalter von 3-6 Jahren weiter in diese Kita gehen und die Plätze „belegen“ (zu Recht). Wer also sein Kind erst ab dem 3. Lebensjahr anmelden möchte, muss damit rechnen dass in der Wunsch-KiTa keine Plätze mehr frei hat.

In Köln kann man sich zum Beispiel ab Geburt des Kindes über das LittleBird Portal für Kindergärten registrieren und vormerken lassen. Hier ist schnell sein gefragt: Mit jedem Tag der seit der Geburt vergangen ist, rutschen die an diesen Tagen angemeldeten Kinder vor einen in die Warteliste – und das sind aktuell sehr viele.

Da der Kindergarten dem Kind viele Fähigkeiten – emotional wie kognitiv – mitbringt, und die Erziehung unterstützt, rate ich jedem sich noch vor der Geburt über lokale Anforderungen und Anmeldeverfahren zu informieren, damit man einen Platz bekommt.

Author

34. Mama vom Mausebär. Weltenbummler, fest verankert in Köln. Crossfitter und Eishockeyspieler. Ernährungs-Besserwisser.

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