Wir sind in die BLW (“Baby Led Weaning”) Phase gestartet (siehe dazu meinen Artikel hier). Zumindest in Teilen… Neben Brei gibt es nun also auch häufig was zu nuckeln, ansabbern, matschen und, nun ja, vielleicht auch ein bisschen zum essen. Wir essen gern und häufig Brot, vor allem Abends. Da dieses – egal ob gekauft oder selbst gebacken – aber mit viel Salz versehen ist (und im Falle der gekauften auch oft mit mehr Zucker als man denkt), ist das nicht unbedingt Baby-gerecht. Ich habe mich also aufgemacht, und durch diverse Rezepte gesucht. Am Ende habe ich alle durcheinander geworfen und mir selbst was überlegt. Das ist das Resultat. Mir selbst schmeckt es etwas langweilig, aber der Mausebär mag’s und das ist ja die Hauptsache.

Warum überhaupt ein Brot ohne Salz?

Wir brauchen Salz. Wir mögen Salz. Aber: Salz ist in großen Mengen nicht gesund. Die Nieren müssen es dann wieder ausscheiden, dafür muss genug getrunken werden. Die Handelsüblichen Brote und Brötchen sind natürlich gesalzen, weil uns Menschen das wirklich gut schmeckt (weil es eben in kleinen Mengen auch wichtig ist). Die Mengen sind aber eben auf Erwachsene ausgelegt, die mit voll entwickelten Nieren und wesentlich höherem Körpergewicht natürlich mehr Salz zu sich nehmen dürfen als Babies.

Da die gesunde Menge für Babies sehr niedrig ist und in vielen Zutaten auch natürlicher Weise schon Salze vorkommen und es außerdem schwer zu beurteilen ist, wieviel Salz wirklich in welchen Gerichten ist, sollten Babies sehr salzarm ernährt werden. Das ist am einfachsten wenn man selbst kocht und entsprechend das Haushaltssalz weglässt – im Nudelwasser genauso wie im Brotrezept.

So, jetzt habe ich aber genug erklärt – jetzt backst Du am besten einfach selbst und schaust ob es deinem Baby genauso gut schmeckt wie unserer Maus.

Das Rezept:

Category, DifficultyIntermediate

Babies die gerade anfangen selbstständig zu essen lieben Brot. Man kann es nuckeln und kauen und quetschen und krümeln... Ein Fest für die Sinne. Für Babies sollte Brot aber salz- und zuckerfrei sein. Darum empfiehlt es sich, selbst zu backen (und in Scheiben einzufrieren, da es keine Konservierungsstoffe enthält).

Babybrot ohne Salz
Prep Time10 minsCook Time45 minsTotal Time55 mins
 250 g Dinkelmehl
 250 g Weizenmehl 550
 ½ Päckchen Backpulver o. 1/2 Würfel Hefe
 1 zerdrückte Banane
 10 ml Öl
 250 ml lauwarmes Wasser
1

Die Banane gut zerdrücken bis sie ganz weich ist. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen.

2

Alle trockenen Zutaten sowie die Banane in eine Rührschüssel geben. (Solltest Du statt Backpulver lieber 1/2 Würfel Hefe verwenden, sollte die Hefe vorher in 20ml Wasser aufgelöst werden.)

3

Unter rühren / kneten langsam das Wasser hinzugeben, bis ein weicher aber nicht flüssiger Teig entsteht. (Konsistenz wie Hefeteig / Pizzateig). Je nach Mehlsorte und Bananenreife kann es sein dass Du 50ml weniger Wasser brauchst.

4

Den Teig weitere 3min ordentlich durchkneten, damit alles gut vermengt ist und das Gluten den Teig ordentlich verklebt. (Wenn Du Hefe verwendet hast, kannst Du den Teig nun an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in seiner Größe etwa verdoppelt hat.)

5

Ein Brot formen und auf Backpapier setzen (gegebenenfalls in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte Kastenform).

6

Das Brot im Ofen ca. 45min backen (Stäbchenprobe).

Aufbewahrung
7

Da das Brot weder Salz noch Zucker oder Konservierungsstoffe enthält wird es schnell sehr hart und gegebenenfalls schimmelig. Daher empfehle ich dass Brot nach dem Backen etwas auskühlen zu lassen und dann in Scheiben geschnitten einzufrieren.
Bei Verzehr einfach die gewünschte Anzahl Scheiben aus dem Tiefkühler holen und in Pfanne oder Toaster auftauen und leicht antoasten.

Ingredients

 250 g Dinkelmehl
 250 g Weizenmehl 550
 ½ Päckchen Backpulver o. 1/2 Würfel Hefe
 1 zerdrückte Banane
 10 ml Öl
 250 ml lauwarmes Wasser

Directions

1

Die Banane gut zerdrücken bis sie ganz weich ist. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen.

2

Alle trockenen Zutaten sowie die Banane in eine Rührschüssel geben. (Solltest Du statt Backpulver lieber 1/2 Würfel Hefe verwenden, sollte die Hefe vorher in 20ml Wasser aufgelöst werden.)

3

Unter rühren / kneten langsam das Wasser hinzugeben, bis ein weicher aber nicht flüssiger Teig entsteht. (Konsistenz wie Hefeteig / Pizzateig). Je nach Mehlsorte und Bananenreife kann es sein dass Du 50ml weniger Wasser brauchst.

4

Den Teig weitere 3min ordentlich durchkneten, damit alles gut vermengt ist und das Gluten den Teig ordentlich verklebt. (Wenn Du Hefe verwendet hast, kannst Du den Teig nun an einem warmen Ort gehen lassen, bis er sich in seiner Größe etwa verdoppelt hat.)

5

Ein Brot formen und auf Backpapier setzen (gegebenenfalls in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte Kastenform).

6

Das Brot im Ofen ca. 45min backen (Stäbchenprobe).

Aufbewahrung
7

Da das Brot weder Salz noch Zucker oder Konservierungsstoffe enthält wird es schnell sehr hart und gegebenenfalls schimmelig. Daher empfehle ich dass Brot nach dem Backen etwas auskühlen zu lassen und dann in Scheiben geschnitten einzufrieren.
Bei Verzehr einfach die gewünschte Anzahl Scheiben aus dem Tiefkühler holen und in Pfanne oder Toaster auftauen und leicht antoasten.

Babybrot ohne Salz
Author

34. Mama vom Mausebär. Weltenbummler, fest verankert in Köln. Crossfitter und Eishockeyspieler. Ernährungs-Besserwisser.

2 Comments

  1. Ich habe einmal in meinem Leben Brot selbst gebacken, leider danach nie wieder! Aber zucker– und salzfreies Brot für Babies/Kleinkinder finde ich total toll! Da habe ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht, dass die Rezeptur nur auf Erwachsene ausgelegt ist. Hätte ich noch kleinen Nachwuchs, würde ich das glatt mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Jana
    Jana kürzlich veröffentlicht…East or West – Werdet zu Spionen am Checkpoint Charlie (Werbung)My Profile

    • Danke! Ja, ich mir ehrlich gesagt auch nicht (und ich esse selbst auch viel und gern Salz). Ich hab das erste Mal danach gegoogled als ich merkte nach wie wenig meine Brötchen schmecken, wenn ich sie mit weniger Salz backe und es mir da schwante, dass die Brote die man so kauft vermutlich eher mehr als weniger Zucker & Salz enthalten als was ich sonst in meine Brötchen packe… 😀

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